Ein Risiko, an Krebs zu erkranken,
trägt jeder von uns ...

Keyvisual Baby... und das von Geburt an. Krebs ist aber heute kein Todesurteil mehr und kein Schicksal,
denn die Krebsmedizin hat große Fortschritte gemacht – dank der weltweiten Forschung,
die tagein, tagaus Tausende von Wissenschaftler betreiben. Allerdings gibt es weit über
100 Krebsarten und ganz unterschiedliche Ursachen, weshalb es weder die "eine" Krebs-
medizin noch die "eine" Heilung gibt. Einigen Krebserkrankungen haben wir den Schrecken
nehmen können, andere stellen noch immer ein erhebliches Risiko dar. Wenn Ärzte Krebs-
erkrankungen entdecken, war der Tumor zusammen mit den Risikofaktoren, die zu dessen
Entstehung geführt haben, meistens schon jahrelang gewachsen.

Daher brauchen wir deutlich verbesserte Verfahren, die einen Tumor viel früher erkennen
lassen, als es heute möglich ist. Wir brauchen hierfür eine Mehrzahl hochempfindlicher
Methoden, die schon einzelne Tumorzellen oder deren Vorläufer- und Stammzellen nachweisen und daher viel früher als zum Beispiel die heute üblichen bildgebenden Verfahren eingesetzt werden könnten. Je früher Tumorzellen entdeckt werden, desto kleiner das Risiko und desto größer die Heilungschancen. Die Forschung muss hier bis in den molekularen Bereich vordringen, um den Kampf gegen den Krebs noch effektiver führen zu können.

Auf der Suche nach den molekularen Ursachen von Krebserkrankungen hat die biomedizinische Grundlagenforschung in den vergangenen 30 Jahren mit Hilfe der modernen Genetik und Zellbiologie bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen. Wir wissen zum Beispiel, dass Krebs genetisch bedingt ist, aber meistens nicht vererbt wird; wir wissen, dass es vielfach der erlernte Lebensstil ist, über den sich das Risiko vererbt, und wir wissen, welche Störungen oder Defekte auftreten, die zu einer bestimmten Erkrankung führen können. Doch trotz allen Fortschritts stehen wir vielen Krebserkrankungen noch immer machtlos gegenüber. Wir wissen noch immer zu wenig, wir müssen noch tiefer in die Geheimnisse der Zelle eindringen, um dem Krebs auf die Spur zu kommen; um zu verstehen, wie Tumore entstehen und wie sie zu verhindern sind, bevor sie geheilt werden müssen.

Wir können von der Grundlagenforschung keine Wunder erwarten, aber wir können garantieren, dass es keine weiteren
Durchbrüche im Kampf gegen den Krebs geben wird, wenn wir nicht weiter und gründlicher forschen. Wir haben den Krebs
noch nicht besiegt, aber wir machen Fortschritte. Wie groß die Fortschritte der Biomedizin auf diesem Gebiet sein werden,
entscheiden Sie – mit Ihrer Spende! Gerade am international anerkannten Institut für Zellbiologie (Tumorforschung) werden
auf der Suche nach Tumor-Stammzellen in enger Zusammenarbeit mit vielen anderen Forschungseinrichtungen und Kliniken
immer weitere Verfahren für die Beschreibung der o.g. Prozesse auf dem Niveau einzelner Zellen entwickelt.


DeSEK unter neuer Führung

Kuratorium 2016 Ingrid Hiesinger ist neue Vorsitzende des Kuratoriums der Deutschen Stiftung zur Erforschung von Krebskrankheiten (DeSEK). Zudem hat sie den Vorsitz im Vorstand der Fördervereinigung des Instituts für Zellbiologie übernommen. Beide Organisationen fördern die Arbeit des Essener Instituts für Zellbiologie (IFZ).

Das neue Kuratorium der DeSEK: Michael Beck, Prof. Dr. Wolfgang Straßburg, Ingrid Hiesinger und Dr. Uwe Kirstein mit Dr. Markus Heuel, Mitglied der DSZ-Geschäftsführung (v.li.) (Foto: DSZ/Nadine Seiwert)


Zu ihrem ehrenamtlichen Engagement im Rahmen der DeSEK sagt Ingrid Hiesinger: "Ich bin begeistert von den innovativen Forschungsansätzen im Institut für Zellbiologie am Universitätsklinikum Essen und freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Mein Wunsch ist es, die Arbeit am Institut zu fördern, damit es noch erfolgreicher die Krankheit, die alle Menschen betreffen kann, erforschen und dadurch einen Beitrag zur Heilung zu leisten vermag."

Ingrid Hiesinger lebt in Essen. Sie ist Diplom-Kauffrau, war früher als Unternehmensberaterin tätig und beschäftigt sich heute mit der Förderung von Startup-Unternehmen, die neue Technologien oder Verfahren entwickeln. Ingrid Hiesinger folgt auf Professor Dr. Wolfgang Straßburg, der zur Wahl des Vorsitzenden nicht mehr zur Verfügung stand, beiden Gremien aber weiterhin angehören wird. Das Kuratorium der DeSEK wird komplementiert durch Michael Beck, ehemaliges Vorstandsmitglied der Sparkasse Essen, und den Biologen Dr. Uwe Kirstein.

Ziel des Kuratoriums unter der Führung von Ingrid Hiesinger ist es, die öffentliche Wahrnehmung der DeSEK zu stärken und das Fundraising auszubauen. Destinatär der DeSEK ist das Institut für Zellbiologie am Essener Universitätsklinikum, das die molekularen Ursachen von Krebserkrankungen erforscht. Dieses Gebiet der Biomedizin gilt als zukunftsweisend, da die ambitionierte Forschung in nationaler und internationaler Zusammenarbeit mit Kliniken und anderen Einrichtungen weitere Durchbrüche im Kampf gegen Krebs erzielen könnte.

Das Institut für Zellbiologie wurde 1975 gegründet und war die erste Einrichtung dieses Fachgebiets an einem deutschen Universitätsklinikum. National als auch international ist das IFZ für die Quantität und Qualität seiner Forschungsvorhaben sowie wissenschaftlicher Veröffentlichungen renommiert.